16.04.2018

Künstliche Polymere sollen den Glanz verbessern

Als Verkaufsargument haben die Mikroperlen sicherlich ausgedient. Aber wer einen genauen Blick in die Liste der Inhaltsstoffe wirft und über ein solides Chemiewissen verfügt, erlebt eine böse Überraschung. Kunststoffe (inklusive Silikone) – in fester, flüssiger, gel- oder wachsartiger Form – verstecken sich im schwer lesbaren Kleingedruckten hinter Zungenbrechern wie Acrylates/C10-30, Alkyl Acrylate Crosspolymer, PEG/PPG-17/18-Dimethicone, Cyclopentasiloxane oder Polyquaternium-68.
Viele solcher künstlichen Polymere sollen den Glanz verbessern, die Streichfähigkeit anpassen, Oberflächen abschmirgeln, eine sanfte Filmschicht bilden oder den Schutz vor Sonnenstrahlen erhöhen. Die Reste von Gesichtscremes, Make-up, Lippenstiften oder Lidschatten schminken wir vielleicht noch mit dem Wattepad ab und entsorgen sie im Mülleimer. Doch bei Peelings, Duschgels, Bodylotions oder Deodorants gelangen die Kunststoffe direkt über Dusche und Waschbecken ins Abwasser – und so in unsere Flüsse und Meere. Dort können sie sich in der Nahrungskette anreichern und letztlich sogar auf unserem Teller landen.

Quelle: Greenpeace

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